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Horror-Trip nach Mannheim die Dritte... oder: Arena Of Pop, 11.07.2009, Mannheim / Schloss

Ohja... ersteres trifft es sehr wohl.
Die ersten beiden Horror-Trips - Mannheim ist einfach dreckig, grau, ätzend und unübersichtlich - wurden von den Hooters schnell in stimmungsgeladene Gute-Laune-Trips umgestaltet, nachdem wir denn das Capitol beide Male auf Umwegen, aber schließlich dennoch erreicht hatten.
Dieses Mal jedoch konnten nicht mal die Herren aus Philadelphia das wieder aufwiegen, was Mannheim für uns bereithielt.
Okay, zugegeben - wir wussten, dass dort um die 100.000 Menschen aufkreuzen und dass außer den Hooters ziemlich bekannte Bands, wie Silbermond und Reamonn auftreten würden. Und Bedenken gab es bereits im Voraus, ob das nicht ein wenig gräßlich werden könnte. Aber diese Ausmaße konnte wirklich keiner ahnen, ich jedenfalls habe das Ganze total unterschätzt und bin von völlig falschen Vorstellungen ausgegangen.
Gedacht hatte ich mir das so: Am P&R-Parkplatz parken, um stressfrei mit den extra dafür ausgerichteten Shuttle-Bussen zum Festival-Gelände zu gondeln - kostenlos versteht sich, wie es bei jedem anderen Festival der Fall ist -, dort angekommen erst mal umschauen und je nachdem, wie voll es vor dem Einlass zur Hauptbühne ist anstellen oder später wiederkommen, die Konzerte anschauen, mal raus und mal rein ins Getümmel, dazwischen in den Grünanlagen des Schlosses - das sich meiner Ansicht nach am Stadtrand befinden sollte... - relaxen und wieder auftanken und dann ab dem Auftritt der Hoots vor der Bühne bleiben bis zum Feuerwerk.
Pustekuchen!
Schon der Anfang verlief nicht im Geringsten, wie geplant.
Eigentlich war der Weg von der Autobahn ganz einfach, auf der Karte hatte er etwas komplizierter ausgesehen. Aus diesem Grund dachte ich die ganze Zeit, wir hätten uns verfahren, was sich zum Glück aber als falsch herausstellte. Mir scheint, ich bin etwas aus der Übung beim Kartenlesen... Oder es lag einfach nur an Mannheim, wie immer!
Nachdem wir schließlich den "P&R" erreicht hatten und uns etwas aufgefrischt auf den Weg zu den "Shuttlebussen" machen wollten, stellten wir fest, dass es keine solchen gab und die Linie 6A stattdessen eine reguläre Straßenbahn war. Super! Laut der Karte waren wir mittlerweile kilometerweit von der Arena entfernt und sollten nun anscheinend auch noch die Fahrt zurück bezahlen. Danke an die Veranstalter, das ging aus den "Tipps für stressfreies Parken" nicht hervor. Nichtsdestotrotz stiegen wir natürlich ein und nach ca. einer halben Stunde gelangten wir zu unserer Überraschung immer weiter in die Innenstadt. ??! Dort befand sich entgegen unserer Erwartungen auch das Mannheimer Schloss, in dessen Hof die Hauptbühne der Arena Of Pop aufgebaut war - mir wird jetzt noch ganz schlecht, wenn ich im Nachhinein drüber nachdenke, wie bei der Planung dieses Mega-Events über Sicherheit nachgedacht wurde... Zwei seitliche Ausgänge (die dort niemand vermutet, auch trotz der grünen Fahnen nicht...) für zig tausend Menschen. Aber Fruchtsaft und Sonnenmilch einkassieren... Da greift man sich echt an den Kopf!
Nachdem wir uns davon überzeugt hatten, dass am Einlass zur Hauptbühne noch recht wenige Menschen warteten, beschlossen wir erst einmal ein paar Runden über den Rest des Stadtfestes zu drehen und uns erst einmal zu stärken, um uns dann während des Auftritt vor den Hooters in die Menge zu stürzen und - davon war ich zu dem Zeitpunkt noch fest überzeugt - zu den anderen Fans in den vorderen Reihen (auf "unserer" Seite versteht sich ) vorzudringen. Wir hatten ja keine Ahnung, was in der Zwischenzeit im Bereich vor der Bühne abging. Und wieviele tausend Menschen sich bis zum Nachmittag noch dort einfanden - und nicht, wie gehofft, ihren Platz während dem Konzert der "alten Herren" räumten, sondern beharrlich auf ihren Picknickdecken sitzen blieben, bis der schreckliche Auftritt nun endlich vorbei ist. Aber dazu später mehr.
Der erste Teil des Tages gestaltete sich hingegen noch eher gemütlich, wir bekamen sogar einen Sitzplatz an einem Tisch, von dem aus man über eine riesige Leinwand das Geschehen auf der Bühne bewundern konnte.
Zwischendurch schlenderten wir noch zur Bühne der Pop-Akademie, wo lokale Bands auftraten, die teilweise nicht zu verachten waren. "Marie & The Red Cat" zum Beispiel.
Im Laufe des Nachmittags bereiteten wir uns dann allmählich auf den Einlass zur Hauptbühne vor, nochmal Taschen ordnen, die Pipi-Box aufsuchen, genug trinken und hopp.
Der Einlass selbst gegstaltete sich bei mir als völlig unproblematisch, bis 1L durften sogar Plastikflaschen mitgenommen werden, zu Kamera und allem anderen Kram wurde nichts gesagt. Was aber anscheinend an der netten Dame lag, die meine Tasche kontrollierte. Nebenan wurde ich Zeuge, wie eine andere - nicht so nette - Dame einem unsrer Kiddies die gleiche Flasche, die auch ich in der Tasche hatte, aus dem Rucksack reißen wollte. Da habe ich mich grad mal eingemischt, bis die Tante dann zugeben musste, dass da ganz deutlich 1 (!) L draufsteht und nicht 1,5 L. Immerhin hat sie sich dann - wenn auch recht widerwillig - noch entschuldigt. Einem Kind in so einer Menge das Getränk abnehmen ohne mit der Wimper zu zucken... Unglaublich!! Uff, das war geschafft. Im Nachhinein erfauhr ich dann noch, dass meine Begleitung tatsächlich - bei derselben Dame - ihre kleine Sonnenmilch abgeben musste, da diese als Wurfgeschoss missbraucht werden könne. Und eine 1L Wasserflasche??????!!!!!
Kopfschüttelnd bewegten wir uns auf die Menge zu, und was wir da sahen, ließ unsere Hoffnung schwinden, überhaupt einen Platz zu bekommen, von dem aus man wenigstens die Leinwand sieht, geschweige denn uns ganz nach vorne zu den Anderen durchdrängeln zu können. Unsere Strategie war, uns dort, wo die Masse am lockersten stand, immer weiter nach vorne durchzuarbeiten, was wir dann auch versuchten. Ein wenig Erfolg hatten wir immerhin, so dass wir einen ganz guten Blick auf die Bühne hatten und die Kids wenigstens die Leinwand gut sehen konnten. Das würde dann wohl das erste Hooters-Konzert aus einer Entfernung von mehr als ein paar Metern werden. Ich muss sagen, ich war schon arg enttäuscht. Immerhin hatte ich bis dato schon zweimal sogar bei Herbert Grönemeyer (!) geschafft, ohne Stress in den ersten Reihen zu landen. Hier hätte ich mit dieser Entfernung nicht gerechnet. Aber eine Wahl hatten wir sowieso nicht. Von morgens an mit 2 Kindern in der Menge stehen hätte nicht funktioniert, schon gar nicht ohne Toilette in der Nähe. Seufz.
So hieß es also aus sicherer Entfernung den Auftritt von Christina Stürmer - unserer liebsten deutschsprachigen Sängerin *ironischgrins* - angucken und auf die Hooters warten. Teilweise taten auch wir das sitzend, aber nicht auf 10m² ausgelegten Picknickdecken. Zum krönenden Abschluss gabs dann noch "Engel fliegen einsam", das Feuerwerk an hintergründigem und intelligentem Texttum. Hey, darauf hatte ich verzweifelt gewartet! Nicht, dass die ein falscher Eindruck entsteht - Christina Stürmer ist eine wirklich ganz ganz Liebe, hab sie schon oft in Interviews gesehen. Und live rockt sie richti, das kann man ihr nicht absprechen. Aber die Songs - tut mir leid, sollte sie lieber von jemand anderem texten lassen. Geklatscht hab ich trotzdem!
Dann endlich - Umbau für die Hooters.
Gespannt warteten wir auf die Herren aus Philadelphia, die sich relativ pünktlich auf die Bühne begaben und ihr Set natürlich - wie sollte es anders sein - mit "I'm Alive" begannen. Allerdings konnte man dies - zumindest aus den hinteren Reihen nur schwer identifizieren, eigentlich hörte man nur die Gitarren, Dave's Schlagzeug war praktisch stumm geschaltet und die Mikros anscheinend etwas leise eingestellt. Im Laufe des Auftritts wurden diese Mängel dann nach und nach behoben. Dafür gab es dann mehrere andere Probleme mit verschiedenen Kabeln und vergessenem Text. So genau konnten wir das - leider oder gottseidank - nicht erkennen. Dank der Leinwand sah man allerdings, dass die Band richtig gut aussah, Eric wieder frisch und gesund - vorallem im Vergleich zur letzten Tour - und Fran wohlgenährt. Rob könnte mal wieder zum Frisör, aber ansonsten wirkte auch er recht fit, genau wie der Rest der Band. Dave schien allerdings etwas betrübt zu sein, was vielleicht mit den technischen Problem zu erkären sein könnte.
Es folgten natürlich die Klassiker, wie "And We Danced", "Day By DAy", "All You Zombies" und "Johnny B". Wir gaben unser Bestes, uns die angeschlagene Stimmung nicht ganz vermiesen zu lassen und sangen und klatschten, was das Zeug hielt. Einige umstehende Menschen ließen sich von der Musik auch anstecken und tanzen fleißig mit, andere ließen sich gelangweilt auf ihren Picknickdecken nieder und zeigten demonstrativ, wie wenig Gefallen daran fanden. Hat mich nicht weiter gestört, allerdings habe ich auf die Decken dann keine Rücksicht genommen, schließlich kann man nicht erwarten, dass man 5 davon auf dem Boden auslegt und somit gleich mehrere Quadratmeter Platz allein für sich beanspruchen kann. Zu meiner großen Freude spielten die Jungs außerdem noch "25 Hours" UND "Morning Buzz", womit ich nur halb gerechnet hatte. Leider kamen wir diesmal nicht in den Genuss von "Free Again", ich glaube, darauf freue ich mich im September am Meisten. Etwas neues - das ich vorher schon "läuten" hörte - gab es dann noch, die wieder aufgewärmte Version von "Great Big American Car". Für mich nicht so interessant, da dies das Lied von den Hooters ist, dass ich am wenigsten gehört habe, weil es mir schlicht und einfach nicht gefällt. Weder von der Musik, noch vom Text. Insofern können sie es spielen oder auch nicht, mir ist das reltiv schnurz. Ich frag mich aber schon, warum sie nicht mal die fetzigen alten Songs wieder rauskramen, wie z.B. "You Never Know Who Your Friends Are". Das wäre doch mal einen Tipp wert!
Schneller als erwartet war der Auftritt von unseren Jungs leider auch schon wieder vorbei. Aber obwohl er nur kurz war, hatten wir trotzdem alle Spaß und trotz allem, was danach kam, finde ich, dass es sich gelohnt hat. Obwohl natürlich die Interaktion mit der Band völlig gefehlt hat und das Publikum nicht sehr begeisterungsfähig war, die Stimmung ist halt eine andere, wenn alle nur wegen den Hoots da sind.
Na, in ein paar Wochen wieder!
Auf das, was nach dem Auftritt der Hooters kam, will ich an dieser Stelle nur kurz eingehen.
Ursprünglich hatten wir vor, uns auf jeden Fall die nachfolgenden Bands - Silbermond, Reamonn und David Garret - anzusehen und erst ganz zum Schluss nachhause zu fahren. Dieses Vorhaben zerschlug sich allerdings, als wir - nach einemm kurzen Abstecher hinter das Schloss vor dem Silbermond-Auftritt, wieder zurück vor die Bühne wollten. Da gab es kein Durchkommen, Menschenmassen, besoffene Typen, überall Glas und Bierflaschen auf dem Boden, drängelnde Leute ohne auch nur den Hauch von Rücksicht auf die Kinder. Man musste sich wirklich mit Ellenbogen durch das Gewühle kämpfen und selbst ich, die normalerweise keine Platzangst hat, bekam doch leichte Panik, ob wir da überhaupt wieder raus kommen würden. Um uns herum überall nur Menschen, nicht erkennbar in welcher Richtung sich die Menge lichtet... Noch nicht mal in den Seitenstraßen schien es einen Ausweg zu geben. Ich habe sowas noch nie erlebt! Und wollte nur noch weg. Die Kiddies waren zwar enttäuscht, aber als wir es dann nach gefühlten 3 Stunden irgendwie raus aus der Menge und in Richtung S-Bahn geschafft hatten, haben wir beschlosse, sofort und auf der Stelle den Heimweg anzutreten. Ich hätte es da keine Mínute länger ausgehalten. Einfach nur schrecklich. In dem Moment waren mir sogar Reamonn egal, die ich schon seit Jahren gerne mal sehen wollte.
Tja, so nahm unser dritter Ausflug nach Mannheim ein vergleichbar unangenehmes, viel zu frühes, Ende.
So hatten wir uns das Festival nicht vorgestellt.
Fazit dieses Tages: Die Arena Of Pop wird von nun an nur noch ohne mich stattfinden! Und wenn sie den Boss persönlich dort anschleppen würden.
Mich bringen keine zehn Pferde mehr in diese Stadt! Mannheim. Grau. Dreckig. Voll. Und unübersichtlich.
Okay - das Capitol würde ich davon ausschließen, wenn die Hooters nochmal dort spielen würden. Aber die Innenstadt werde ich meiden.
Und im Vergleich zum Halberg Open Air - wo auch nur ein Drittel der Menschen waren - kann man nur den Schluss ziehen: unverantwortliche Sicherheitstechnik, schlecht organisiert, was das betrifft! Wenn ich jetzt so drüber nachdenke... bin ich heilfroh, dass das Ganze ohne Massenpanik vorüberging. Nicht auszudenken, was da hätte passieren können...
Festivals dieser Größenordnung sind eindeutig nichts für mich!
Dafür freue ich mich umso mehr auf die kleinen, aber feinen Konzerte im September.
14.7.09 08:34
 


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