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Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit / Saarbrücken mit The BossHoss und Reamonn

Anfang der Woche zufällig erfahren, dass im Rahmen des Bürgerfestes es eine große Bühne am Theater geben wird UND dort gleich zwei Bands auftreten werden, die ich schon seit Jahren live immer wieder verpasst habe, war es natürlich sofort beschlossene Sache, am Freitag in Saarbrücken dabei zu sein.
Eine SEHR gute Entscheidung, wenn auch nur teilweise.
Aber dazu später mehr.
Da sich aus verschiedenen Gründen niemand gefunden hat, der mich begleiten wollte, machte ich mich kurzerhand nach der Arbeit alleine auf den Weg nach Saarbrücken. Mein Plan bezüglich der Nutzung eines - kleinen - Park&Ride Parkplatzes ging glücklicherweise auf. Wäre ich 10 Minuten später dran gewesen, hätte es schlecht für mich ausgesehen, da zu diesem Zeitpunkt ungefähr 20 andere PKW-Fahrer den letzten Parkplatz - den ich ja bereits belegt hatte hähähä - haben wollten.
Also weiter mit der Stadtbahn für den Hammerpreis von drei Euro (für ca. 4km Fahrt)... und - in der Stadt angekommen - auf zum Theaterplatz, wo mich auch schon der Beat von Oku & The Reggae Rockers (eine saarländische Reggaeband, die in letzter Zeit sehr im Kommen ist in unserer Region) willkommen hieß. Ich trug natürlich in Gedanken an das Hooters-Desaster von Frankfurt und mein armes Ohr brav meinen Wachs-Ohrschutz, was dem Genuß der Konzerte (überraschenderweise) absolut keinen Abbruch tat - kann nur appellieren: nehmt die Dinger wenigstens mit und benutzt sie, wenn ihr es als zu laut empfindet. So ein Hörsturz kommt schneller, als man erwartet und wenn man Pech hat, darf man den Rest seines Lebens seinem ganz persönlichen Herrn Tinitus beim Pfeifen zuhören... Und achtet vorallem drauf, dass Eure Kiddies einen Gehörschutz tragen, das ist echt nicht zu verantworten!! Übrigens trug Oku's Sohn einen riesigen bunten Ohrschutz - welchen er begeistert zur Schau stellte.
Auf der Bühne gab der Herr Papa sein Bestes, das noch nicht sehr zahlreich vorhandene Publikum in Stimmung zu bringen. Das hat auch gut funktioniert, es wurde ausgiebig gehüpft, getanzt und mitgesungen. Da ich persönlich mir erst mal ein Bild machen musste von der Band, die ich zum ersten Mal live erleben durfte, hielt ich mich colatrinkenderweise anfangs etwas abseits und beobachtete das Geschehen aus sicherer Entfernung. Allerdings konnte ich mich der Stimmung nicht lange entziehen und befand mich - schneller als ich drüber nachdenken konnte - schließlich ziemlich bald direkt vor der Bühne wieder. Die Musik von Oku ist zwar nicht ganz meine Richtung, aber er verbreitet gute Laune damit.
So befand ich mich schnell in der richtigen Stimmung, welche durch die Vorfreude auf The BossHoss, die ich schon 2007 in Saarbrücken sehen wollte, es aber schließlich nicht getan habe, noch gesteigert wurde. Gespannt auf die deutsche Band im American Cowboy Style (yeah, baby) verbrachte ich die Umbauphase damit, nach bekannten Gesichtern Ausschau zu halten, die sich eigentlich blicken lassen wollten. Ohne Erfolg. Da ich meinen Platz in Reihe zwei aber nicht riskieren wollte, beschloss ich, keine Runde mehr über das Fest zu drehen. Zumal es ja ziemlich bald, sprich nach etwa 20 Minuten, schon weiterging. Die Zeit konnte man sich prima mit einem Blick auf die große Leinwand rechter Hand vertreiben, auf der die bewegenden Momente des Mauerfalls gezeigt wurden, sowie verschiedene Dokumentationen über die Region.
Um genau 19.45 wurde dann das Licht auf der Bühne gedimmt und ein heller Schriftzug erschien auf der Leinwand über der Bühne... The BossHoss waren bereit, Saarbrücken zum grooven zu bringen. Los gings gleich mit "Go Go Go!", wenn ich das richtig behalten habe. Und gleich vom ersten Song an hatten die Jungs mich als neuen Fan gewonnen. Das Konzept geht voll auf. BossHoss machen einfach nur totalen Spaß. Der gesamte Auftritt lässt sich etwa folgendermaßen beschreiben: eine wilde, völlig ausgeflippte Show voller Ironie und Spaß an der genialen Musik, die professionell einwandfrei und inhaltlich teilweise ohne tiefere Message (mal abgesehen von: Habt Spaß!) daherkommt. Und gerade das ist die beste Mischung für einen tollen Abend, an dem man teilweise vor Lachen fast auf dem Boden liegt - teilweise laut Anweisung von der Bühne mit dem gesamten Publikum auf dem Boden kniend Kontakte knüpft - und den restlichen Teil hüpfender- und wippenderweise dem Geschehen auf der Bühne folgt.
Zu Boss Hoss sollte man vielleicht noch erklärend hinzufügen, dass es sich bei der Band um sieben Musiker aus Deutschland dreht, die bekannt wurden mit Coverversionen bekannter Songs, wie z.B. "Heya" oder "Ice In The Sunshine". Durch letzteres bin übrigens ich auf diese Band aufmerksam geworden - zum ersten Mal fand ich die Eis-Werbung im Kino ansprechend. Sie verleihen den Songs dabei ihre eigene Note, da sie diese rock-coutrymäßig aufpeppen und stilgerecht im Cowboy-Outfit auf der Bühne performen. Cowboy-Outfit bedeutet: Boots, Jeans, Hut und Feinripp-Unterhemd... Wobei man an dieser Stelle hinzufügen muss, dass sie sich dieses Styling durchaus leisten können. Dabei wird selbstverständlich nur Englisch gesprochen, wie es sich für einen echten Cowboy gehört. Die zugelegten Namen klingen ebenfalls sehr authentisch: Boss Burns, Hoss Power, Sir Frank Doe, Ernesto Escobar de Tijuana, Guss Brooks, Hank Williamson & Russ T. Rocket.
Zum Auftritt selbst muss eigentlich gar nicht viel mehr gesagt werden. Die Jungs sind tolle Musiker, und haben Reamonn, die danach gespielt haben, meiner Meinung nach ganz schön alt aussehen lassen. ROCK 'N' ROLL BABY!
Die Stimmung hat stark nachgelassen, als die Band die Bühne verlassen hatte!
Bei mir nicht zuletzt wegen einer Gruppe Super-Fans von Reamonn aus der Schweiz, die sich gelinde gesagt ziemlich asozial verhalten hat. Besagte Damen + 1 Herr kamen zwei Minuten vor dem Autritt von Rea & Co biertrinkenderweise und mit brennenden Kippen in den herumfuchtelnden Händen neben den ausgfahrenen Ellenbogen herangerauscht - wie selbstverständlich auf das Gitter in Reihe 1 zusteuernd, indem sie sämtliche Menschen, die - übrigens ziemlich dicht gedrängt - im "Weg" standen einfach zur Seite schoben. Bis zu meinem Platz - da war dann Schluss mit lustig! Die Mädels waren sichtlich erstaunt, dass sie jemand persönlich ansprach auf ihr Verhalten und sie darauf aufmerksam machte, dass er seinen Platz gerne behalten möchte - vielen Dank! Anscheinend funktioniert die Masche sonst immer... Traurig genug! Da eine der Damen ein Kind dabei hatte, ließen wir (eine Gruppe von Studenten, die ebenfalls seit Oku den Platz vertedigten & ich) die beiden nach vorne ans Gitter. Dem Drängen des restlichen, aufdringlichen und ziemlich unverschämten Haufens gaben wir jedoch nicht nach und gaben nochmal deutlich zu verstehen, dass sie an dieser Stelle keine Chance mehr auf Reihe 1 hatten. Meinen Tipp von wegen einfach ne Stunde früher kommen wurde nur barsch kommentiert mit: "Wir wollen aber nur Reamonn sehen". Tja, das nenn ich dann Pech! Ich bin verdammt stolz, dass ich mich gegen die ganze Truppe durchgesetzt habe - und zwar ohne mich auf deren Niveau zu begeben. Was ein weiterer Herr hinter mir leider nicht geschafft hat - nachdem ihm zum zweiten Mal eine der Damen ins Kreuz geworfen wurde von einer anderen der Gruppe, erhob er tatsächlich die Hand und hätte fast zugeschlagen, wenn wir ihn nicht zu zweit zurückgehalten hätten. Dass einem bei solchen Unverschämtheiten irgendwann die Sicherungen durchbrennen, kann ich voll und ganz verstehen, aber auf diese Weise geht das natürlich nicht!! Zu diesem Zeitpunkt wäre ich froh gewesen, ich hätte irgendwo vor dieser dämlichen Bühne einen Mensch von der Security erblickt - den ganzen Abend tauchte von denen niemand da auf. Unverantwortlich bei einer Menge von zig tausend Menschen... Glücklicherweise ist die Situation schließlich nicht eskaliert und ich konnte mich wieder einigermaßen entspannen und meinen Versuch fortsetzen, mich von Reamonn begeistern zu lassen. Der ganze Vorfall, sowie die Drängel-, Schubs- und Haare-Zieh-Attacken (ich übertreibe keineswegs!) blieb seitens der Band übrigens gänzlich unkommentiert. Von der Bühne kam höchstens mal ein Winken in Richtung der kreischenden Damen Ende 20... Okay - und wenigstens ein einziger verständnisvoller Blick in meine Richtung von Rea. Ich kann natürlich nicht beurteilen, was von dem Geschehen auf der Bühne überhaupt zu sehen war. Aber mitgeteilt habe ich meine Enttäuschung über das Publikum gleich am nächsten Morgen per Mail an die Jungs. Musste das einfach loswerden, auch wenn es sehr wahrscheinlich nicht gelesen wird.
Zu Reamonn und ihrem Auftritt selbst kann ich nur sagen: gute Show, die Musik war mir ja bereits größtenteils bekannt, es gab auch keine nennenswerten Neuentdeckungen meinerseits. Irgendwie ging es mir mit Reamonn schon immer so - ich finde die Songs zwar gut, aber das gewisse Etwas fehlt einfach, die Musik folgt irgendwie zu sehr dem Mainstream... der "eigene" Sound fehlt (bisher). Und auf der Bühne habe ich die Band ebenso empfunden. Sie haben ein tolles Konzert gespielt, keine Frage, technisch alles einwandfrei, und haben Stimmung gemacht. Aber irgendwie ist alles so durchgestylt und glatt. Weiss keinen besseren Ausdruck dafür. Einzige Ausnahme: "Moments Like This", der Song ist der erste und bisher einzige aus der Feder von Reamonn, der mich wirklich überzeugt - funktioniert live wunderbar. Dafür hat sich der Stress dann doch gelohnt! Aber auch, wenn mich der Auftritt jetzt völlig umgehauen hätte - bei dieser Art Publikum scheiden Live Gigs für mich aus. Das Helden-Déja-Vu. Schade. Na, vielleicht irgendwann mal wieder, wenn der Hype vorbei ist...

Alles in allem war es trotzdem ein wundervoller Abend, der am nächsten Morgen gehörigen Muskelkater verursacht hat - in den Oberschenkeln vom Hüpfen, in den Armen vom Klatschen und Winken und in den Wangen vom vielen Lachen.

Boss, Hoss und der Rest der Cowboy Crew werden mich im März wiedersehen, da findet nämlich in Saarbrücken der nächste Auftritt in den Südstaaten statt. Yeeeeeeeeeeeehaaaaaaaaaaaaaaaw!
Und dann werde ich auch auf keinen Fall die After Show Party verpassen... sind die doch tatsächlich im "Seven" aufgetaucht. *grummel* Unverschämtheit!

Bleibt noch zu sagen: Thx a lot, guys! See ya in March... hehe





Uiuiui...
4.10.09 11:46
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Torsten (8.10.09 00:53)
Also gibt es solche Idioten nicht nur unter den Purple - Fans. Wirklich traurig - sowas kann einem echt den ganzen Abend kaputt machen.


Katrin (8.10.09 17:11)
Da hast Du recht, Torsten! Haber dafür echt null Verständnis - und rege mich maßlos über sowas auf, weil es mich jedesmal wieder schockt, wie narzisstisch ein Großteil der Gesellschaft geworden ist.
Letztlich haben die Damen nicht nur uns, sondern auch sich selbst das Konzert vermiest... Schön blöd, wenn man extra aus der Schweiz anreist.
Bei Purple gings aber sicher noch ne Spur härter zu, wie ich aus Euren Berichten schließen kann.
Da lob ich mir die Hooters-Fans! Die haben sich (fast) alle lieb. *grins* Und die Crew - die greift bei unmöglichem Verhalten wenigstens ein (ich sag nur: Mrs.Setlist).


Torsten (8.10.09 17:52)
Ja das hätte damals böse ins Auge gehen können. Die Herren waren wohl so breit, dass sie nicht mehr wirklich zurechnungsfähig waren (so sie es denn im nüchternen Zustand überhaupt waren). Von Leuten um die 50 hätte ich mehr Vernunft erwartet.
Die äußeren Umstände waren allerdings sehr ähnlich: das Bier, mit dem munter um sich geschüttet wurde, die Kippen und eine Security, der das alles ziemlich sch***egal war. Keine Ahnung, ob die das wirklich nicht mitbekommen haben oder nur nicht sehen wollten. Einfach nur schlimm, wo soll sich das noch hinbewegen?
Richtig, bei der Hooters - Familie kann sowas zum Glück nicht vorkommen. Und der Olli passt schon auf, dass ich keiner daneben benimmt!


Katrin (8.10.09 19:53)
Na, immerhin GAB es Security.
Entweder waren die beim Bürgerfest in Zivil unterwegs oder als Fotografen getarnt... Oder zu sehr damit beschäftigt, Frau Merkel zu beschützen... Man kann nur spekulieren.
Das frage ich mich auch - vorallem, weil sowas wirklich gefährlich werden kann. Stell Dir mal vor, da gibts ne Massenpanik. Wenns erst so weit kommt, hilft auch keine Security mehr... Nee, also ich hab ein für allemal genug von solchen Großveranstaltungen, bei denen bekannte Bands auftreten. Nächstes Mal hau ich vorher ab.
Und die Hoots sind sowieso die Besten...


kivi / Website (12.10.09 18:04)
Jo, also mein Mitstreiter hat mir da schon alle Worte vorweg genommen. Erschreckend, daß es so dämliche Leute leider überall zu geben scheint.
Daumen hoch, daß´weder du nachgegeben hast, noch dich auf deren Niveau runtergelassen hast.
Security scheint doch teilweise ziemlich ähnlich zu sein, was die Ignoranz betrifft...

Freut mich, daß du trotz allem Spaß gehabt hast. Pssst, mit Reamon gehts mir ähnlich

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